So, nun war ich gestern endlich in der langersehnten Vorpremiere von „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels„… meine Erwartungen waren nach den drei grandiosen Vorgängern verständlich hoch. Leider wurden sie nicht übertroffen, aber dafür zum Glück noch größtenteils erfüllt.
Die Story selber ist von der Idee her gar nicht mal schlecht, wobei sie für mich persönlich nicht Indiana Jones-typisch genug ist, sondern schon fast eher in eine Akte X Folge passen würde (natürlich ohne das ganze abenteuerliche Grabräuber-Trara)… mir hätte es besser geschmeckt, wenn Indy (wie im vierten Teil der Computerspiel-Reihe) nach dem versunkenen Atlantis gesucht hätte.. aber ok, dann hätte es wieder unzählige Vergleiche mit dem Spiel gegeben und letztenendes wären auch nicht alle zufrieden gewesen… also was soll’s
Jetzt aber mal zu den Schauspielern… der Film steht und fällt mit Harrison Ford, ohne ihn gibt es keinen Indiana Jones… er trägt quasi neben der Story die größte Last mit sich, also wie hat er sich geschlagen? Zugegeben, er ist ordentlich gealtert und das merkt man ihm auch an, dennoch schafft er es meiner Meinung nach wie früher den gewohnten Indiana Jones-Charme und die typische Selbstironie beizubehalten… er ist es, der den Film in jedem Falle aufrecht hält! Bei den anderen Schauspielern kann man drüber streiten… Cate Blanchett als russische Gegenspielerin von Indy wirkt auf jeden Fall interessant aber aus meiner Sicht auch total unterfordert… Karen Allen als Marion Ravenwood (bekannt aus dem ersten Teil) wirkt irgendwie fehl am Platz und sollte wohl nur als Schnittstelle zwischen Indy und seinem vermeintlichen Sohn dienen (von ihrer Power aus dem ersten Teil ist jedenfalls nichts mehr zu spüren)… Shia LaBeouf als Indy’s vermeintlicher Sohn dagegen macht einen guten Job und gibt seine Rolle glaubwürdig wider…
Actionszenen gibt es zahlreich und die können sich auch sehen lassen… mit Effekten sollte zwar eigentlich nach Spielberg’s Aussagen gespart werden, kam mir aber irgendwie nicht so vor..
Hier und da wirken einige Szenen etwas übertrieben (ich sag nur Indy im Kühlschrank), darüber kann man allerdings hinweg sehen… man wird jedenfalls ordentlich unterhalten!
Also, im großen und ganzen ist das vierte Indy-Abenteuer nicht mehr ganz so gut gelungen wie die drei Vorgänger, aber es macht (wenn man über einige Dinge hinweg sieht) immer noch Laune! Abgesehen davon, dass Steven Spielberg etwas zu sehr in außerirdische Themen vernarrt ist, eine interessante (wenn auch noch ausbaufähige) Story mit einem alternden aber immer noch überzeugenden Harrison Ford!
Meine persönliche Wertung: 7 von 10 Kristallschädel
